Ablauf der Datenrettung - Datenrekonstruktion, Retten von Daten
Im ersten Arbeitsschritt der Datenrettung erzeugt der Ingenieur ein komplettes Image der Festplatte.

Nachdem die Ursache für den Datenverlust mithilfe der Diagnoseverfahren festgestellt wurde, erstellt der Datenrettungsprofi grundsätzlich eine 1:1-Kopie der Festplatte, ein sogenanntes Image. Eine Datenrettungsfirma arbeitet grundsätzlich nur mit derartigen Images, da hierdurch bei einem eventuell aufkommenden Fehler die Möglichkeit besteht, wieder auf das Image zurückzugreifen, ohne den Originaldatenträger in Betrieb nehmen zu müssen. Hierdurch können weitere Beschädigungen der auf dem Datenträger befindlichen Daten durch dessen Inbetriebnahme vermieden werden.
Im nächsten Schritt werden die Daten mithilfe hochgeheimer Spezialverfahren Bit für Bit ausgelesen.
Jede Datenrettungsfirma hütet die eingesetzten, teilweise sehr unterschiedlichen Ausleseverfahren für die auf der beschädigten Festplatte befindlichen Daten wie Staatsgeheimnisse. Jedoch wird beim Auslesen der Daten grundsätzlich die Magnetscheibe der beschädigten Festplatte mithilfe von speziellem Equipment auf intakte Sektoren untersucht und die darin befindlichen Daten Bit für Bit auf analogem Wege ausgelesen und im Anschluss digitalisiert. Diese digitalisierten Daten werden im nächsten Arbeitsschritt mithilfe einer Spezialsoftware erneut einer Überprüfung unterzogen, um die eventuelle Dateistruktur der beschädigten Daten ermitteln zu können. Gleichzeitig wird versucht, die verlohrene Dateistruktur der digitalisierten Daten wiederherzustellen. Hierbei setzt der Datenrettungsprofi in den meisten Fällen selbst programmierte Tools ein, welche die Daten bezüglich der Struktur und Bitfolge analysieren, was dem Profi Auskunft über die beschädigten Dateien geben kann. Die auf diesem Wege ermittelten und wiederhergestellten Dateien werden in der Originalordnerstruktur der beschädigten Festplatte angelegt und auf einen funktionierenden Datenträger kopiert.
